Thema 2018/19 - Grundschule Schloßau

Thema 2018/19
"RÖMER"

Grundschule Schloßau im Römerfieber – Vielfältige Aktionen zum Jahresthema „Römer“

Seit mehreren Jahren gehört es an der Grundschule Schloßau zum Schulkonzept, dass sich das Kollegium auf ein Jahresthema verständigt, das durch vielfältige Aktionen die unterrichtliche Arbeit bereichern soll. In diesem Schuljahr dreht sich an der Grundschule Schloßau deshalb vieles um das Jahresthema „Römer“, das in Schloßau ohnehin wesentlicher Bestandteil der Ortsgeschichte ist. Vor allem die Wachturmstelle „An der Schneidershecke“ mit der Rekonstruktion des Heiligtums um die römischen Gottheiten Mars, Victoria und Salus, ist wohl eine der interessantesten Stellen des Odenwaldlimes. Aber auch im und ums Schulhaus herum gibt es in Schloßau einiges zu entdecken. Viele der Ausstellungsstücke sind Überbleibsel der Schloßauer Römertage von 2005, wie z. B. das römische Streifenhaus im Außenbereich oder das große Katapult, die römische Ballista, die im Schulgebäude zu bewundern ist. Den unteren Eingangsbereich ziert ein großes Wandgemälde, das eine Marktszene zwischen Römern und Germanen entlang des Limes zeigt.

Auf Spurensuche mit dem Verein „Örtliche Geschichte“

Bereits zu Beginn dieses Schuljahres hatten die Schülerinnen und Schüler sich auf Spurensuche im Schulhaus begeben. Vor den Osterferien wurden diese Erkundungen in einem Lerngang mit zwei ausgewiesenen Experten in Sachen „römische Geschichte“ vertieft: Thomas Müller vom Verein „Örtliche Geschichte“ und Ernst Hauk, ehemals Rektor an der GS Schloßau, führten die Kinder zunächst im und ums Schulhaus herum. Mit vielfältigem Bildmaterial, auch von den Ausgrabungen und Funden rund um Schloßau, weckten die beiden Experten weiteres Interesse bei den Kindern. Anschließend ging es mit dem Bus an die Limes-Wachturmstelle „An der Schneidershecke“. Als Highlight des Tages machte Hausmeister Freddy Plattek die römische Ballista im Schulhaus schussbereit, wenn auch nur mit Softbällen.

Projekttage zur römischen Kultur

Das Eintauchen in die römische Kultur wurde den Kindern bei den Projekttagen kurz vor den Osterferien ermöglicht. Aus 5 verschiedenen Angeboten konnten die Kinder ihr Lieblingsthema selbst aussuchen und vertiefende Erfahrungen in einem Arbeitsbereich machen.  Angeboten waren die Projekte  „Kleidung der Römer“, „Römische Spiele“, „Mosaik“ „Kochen wie die alten Römer“ sowie die Beschäftigung mit römischen Zeichen und Wörtern in der Gruppe „Ich versteh' nur Römisch“. In allen Gruppen wurde vor allem praktisch gearbeitet, gebastelt und der damaligen Zeit nachgespürt. Man legte selbst fleißig Mosaiken, kochte Rezepte aus der Römerzeit, baute und spielte die römischen Spiele nach, entwarf Kleider und beschäftigte sich mit römischen Wörtern, die uns auch heute noch begegnen. Am letzten der drei Projekttage präsentierten die Expertengruppen ihre Erkenntnisse in der Sporthalle. Die entworfenen Kleidungsstücke wurden in Form einer Modenschau dargeboten. Einzelne Rezepte wurden für alle Kinder nochmals nachgekocht, damit jeder probieren konnte.

Vorleseaktion mit Bürgermeister Dr. Rippberger

Die Begegnung zwischen Römern und Germanen entlang des Limes wurde zum Thema bei der Vorleseaktion mit Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger. In dem ausgewählten Kinderkrimi „Verschwörung am Limes“ von der Autorin Margit Auer erfuhren die Kinder von der Freundschaft eines jungen Römers mit einem Germanen-Jungen. Gemeinsam mit Jugendbegleiterin Martina Ertl-Balles erzählte Norbert Rippberger den Kindern eindrucksvoll, wie sich die beiden Jungen zunehmend für die Sprache und die Kultur des anderen interessieren. Schließlich schaffen es die beiden Freunde sogar eine gemeine Intrige aufzuklären und den friedlichen Handel zwischen Römern und Germanen aufrecht zu erhalten.

Viel Interesse und Einsatzbereitschaft

Sowohl Bürgermeister Rippberger als auch Thomas Müller vom Verein „Örtliche Geschichte“ lobten die Aufmerksamkeit, das Vorwissen und die tollen Ideen der Grundschüler bei den unterschiedlichen Aktionen. Auch das Kollegium ist begeistert vom aktuellen Jahresthema und der Leidenschaft, mit der die Kinder in den einzelnen Projektgruppen zu Werke gingen. Rektor Markus Wellm stellt vor allem auch den verbindenden Charakter des Jahresthemas für die Schulgemeinschaft heraus. Die Arbeit in den jahrgangsgemischten Gruppen stärkt den Gemeinschaftssinn und den Zusammenhalt über die einzelnen Klassen hinaus. Größere Schüler können den kleineren helfen, umgekehrt staunen die großen oft genug, was die kleineren schon alles wissen und können. Beeindruckend ist auch, welch große Zahl an Eltern ihre Mithilfe bei den Projekttagen angeboten hat. Ein besonderer Dank gilt vor allem Hausmeister Freddy Plattek, der viele praktische Ideen und handwerkliche Unterstützung bei allen Aktionen beisteuerte. Als Abschluss des Jahresthemas ist noch ein Römerfest geplant.

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